2015/10/25

SUNDAY THOUGHTS: No Links for Charity?


Also langsam bin ich es Leid, von dem Geiz in der Bloggerwelt zu lesen. Stupide Artikel, die den Blogger als Opfer des Systems darstellen und aufzeigen sollen, wie wenig Geld es für den jeweiligen sponsored Post geben soll. Aber nun auch Charity Projekte zu kritisieren, weil sie einem nicht genug Geld zahlen, damit man über sie berichtet? Heute durfte ich einen solchen Artikel auf einem bekannteren Modeblog lesen und konnte mir einen massiven Facepalm nicht verkneifen. Aber überlegen wir mal ein wenig zurück: 
Julia von Im Gegenteil arbeitet seit Monaten freiwillig im Lageso, der Erst-Annahmestelle in Berlin, an der täglich ca. 1000 Geflüchtete ankommen und sich anmelden. Faktisch gesehen sind das Arbeitsstunden, die sie sich nicht bezahlen lässt, weil sie das als ihren Beitrag sieht. Ich persönlich kann an zwei Händen abzählen, wie oft ich im Lageso oder bei der Caritas geholfen habe, weil ich unmittelbar danach bei Kiron anfing, einer Universität, an der Geflüchtete kostenlos studieren dürfen. Unbezahlt, weil kein Budget für nichts da ist - die Gründer selbst haben sich verschuldet, um ihren Traum, der auch der Traum von 1000 anderen ist, zu verwirklichen. Ich setze als Leistung meine Kompetenzen ein, um den Zweck voranzubringen, weil ich das möchte und weil ich dazu stehe. Ich brauche keine 8,50€ die Stunde, um das zu machen und ich brauche auch keine 500€, um darüber zu bloggen, weil das mein kleiner Beitrag ist, den ich leisten kann. 

Natürlich verstehe ich, wenn Blogger Geld für ihre Arbeit wollen, ich bin schließlich selbst einer. Aber man sollte unterscheiden, ob man über etwas berichtet, weil es in den Kleiderschrank passt und es Geld gibt, oder ob es zu deinen Überzeugungen passt und man es unterstützenswert findet. Also ich blogge beides. Und wenn der Beitrag, den man leisten kann, Reichweite ist, sollte man den paar "verlorenen" Euro nicht hinterher weinen, sondern stattdessen stolz sein, ein Teil einer Bewegung sein zu dürfen, die etwas Großes verfolgt.

ICH DANKE an dieser Stelle mal meine Mitstreiter bei Kiron, die uns mit ihrer Reichweite Supporten haben, kostenlos: Anais, Charlie, Chi, Juule, Larry, Julia, Nanda, Jana, Dascha und alle, die es noch tun werden. Ich bin stolz, dass es noch Blogger gibt, die Dinge einfach aus Überzeugung tun.

18 comments:

  1. Awesome!

    www.bstylevoyage.blogspot.com

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  2. Du bist toll! Ich helfe sehr gerne :)! Mach weiter so das ist wirklich bewundernswert :)

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    1. Danke nochmals für deine Unterstützung, toll, dass du dabei bist (:!

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  3. genauso und nicht anders :)

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    1. !! Danke dir auch fürs mitmachen! (:

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  4. Finde ich ein super Post, Diana :) Recht hast du!

    xx Michaela

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    1. Danke fürs lesen, Michaela (:

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  5. Sehr toller Post! Schön geschrieben.

    lg Stella

    http://www.aheartforfashion.com/

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    1. Danke liebe Stella! (:

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  6. Hallo Diana,


    ich bin genau über den oben genannten Blog auf dich gekommen. Ich verstehe die Ansicht der Bloggerin, denn kein Blogger sollte gratis arbeiten, wir müssen auch unsere Miete zahlen. Aber ich bin der Ansicht, dass jeder hier auf dieser Welt einen kleinen Beitrag leisten sollte, um Gutes zu tun. Ich habe erst unlängst zu bloggen begonnen und nutze deshalb nicht meinen Blog dazu, um messages zu verbreiten, sondern mache das ganz old school im echten Leben. Ich lebe in Österreich und wie du wahrscheinlich wissen wirst, haben auch wir einen großen Ansturm von Flüchtlingen. Ich spende Lebensmittel und benötigte Kleidung, informiere mich über den Bedarf und versuche damit, den Leuten ein bisschen bei dieser Tragödie zu helfen. Ich denke, dass Blogger mit einer großen Reichweite ihren Einfluss schon nutzen könnten und nicht ganz vom Weltgeschehen absehen sollten.

    xx aus Österreich,

    Kat

    www.teastoriesblog.com

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    1. Liebe Kat,

      danke erst mal für deinen langen Kommentar!
      Ich kenne die Situation in Österreich, größtenteils von Madeleines Blog und bin ganz bei dir, wenn du sagst, jeder sollte seinen Beitrag leisten. Ob das Online oder Offline ist, sei da hingestellt, ich finde diesen slacktivism auf Facebook eher hinderlich. und meist wenig informativ. wenn du schon so weit bist, dich zu informieren, bevor du spendest, setzt du dich bereits sehr gut mit dem Thema auseinander und ich freu mich so zu hören, dass die Hilfe nicht abreißt.

      ich hoffe du machst weiter so, du bist in deinem Umfeld bestimmt ein gutes Vorbild!

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  7. Replies
    1. Danke fürs lesen! (:

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  8. Ich würde diesen Beitrag gerne 10000x liken, aber leider geht das hier ja nicht. Daumen hoch auf jeden Fall!

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    1. ein like von Anais ist wie 10000 regular likes. danke :)

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  9. Ich finde eure Aktion ganz toll und wichtig. Es gibt einfach auch viel bewegendere Themen als gesponserte Klamotten und Geld. Viele stehen dann gar nicht mehr hinter ihren Beiträgen. Manche kleinere Blogs sind genauso lesenswert und haben Posts, die wirklich echt sind.
    Ich bin ganz eurer Meinung. Sich darüber aufzuregen, dass Charity Projekte zu wenig Geld zahlen? Ich bin schockiert. Man hilft doch aus Überzeugung! Solche Blogger sind für mich einfach nicht mehr echt.
    Danke für deine ehrliche Meinung. Deshalb lese ich deine Beiträge so gerne.
    Liebst,
    Christina von http://lifeas-christina.blogspot.de

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    1. Danke für deinen Kommentar, Christina (:
      Ich finde es schade, dass es eine ganze Generation an Bloggern zu geben scheint, die nur wegen des "leicht" verdienten Geldes ihren Blog gestartet haben, nicht auf Kommentare eingehen, nicht Danke, Bitte, oder Hallo zu Lesern/PR Angestellten oder "unbekannteren" Bloggern sagen. Ich hoffe aber, dass es genauso eine Gegenbewegung gibt, die gerne auch mal wichtige Inhalte teilt, oder ihre Reichweite zum Vorteil anderer nutzt.

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